Teamwork Mai 2012

Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe als Thema des Teamworks am 04.05.2012.

Im Teamwork thematisierten die MitarbeiterInnen der Stiftung Kinder- und Jugendhilfe Hümmling in Form einer internen Mitarbeiterschulung Konzepte und Methoden biografischer Arbeit sowie Beispiele aus dem pädagogischen Handlungsfeld der Kinder und Jugendhilfe, und  reflektierten diese kritisch im Hinblick auf Voraussetzungen und Wirkungen.

Biografiearbeit ist eine pädagogische Möglichkeit, den eigenen Lebensweg besser verstehen zu können.

Teamwork Mai 2012Das Wissen um die eigene Lebensgeschichte, den familiären Kontext sowie die gesellschaftlichen Bedingungen beeinflussen das Leben eines Menschen. Dabei wirken sich negative als auch positive Ereignisse auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen aus. Diese Erfahrungen begleiteten sie durch ihr  Leben, bestimmen das Denken und Wirken sowie das Handeln in den Beziehungen zu anderen Menschen.

Kinder und Jugendliche, die im stationären Bereich der Kinder und Jugendhilfe leben, adoptiert sind oder in Pflegefamilien leben, sind durch Beziehungsabbrüche und durch konfliktreiche Beziehungen geprägt. Das geringe oder kaum vorhandene Wissen um die eigene Biografie bestimmen die Entwicklung dieser jungen Menschen.

In der Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen führt das Sammeln von Informationen, die Rekonstruktion und die Thematisierung der persönlichen Lebensgeschichte zu der Erfahrung, wer bin ich, woher komme ich und wohin möchte ich gehen.
Die Auseinandersetzung mit den Spuren der eigenen Geschichte führt zur Erkenntnis der eigenen Person und trägt zur Identitätsfindung bei.

Die MitarbeiterInnen reflektierten praktische Methoden zur Klärung im Rahmen der Biografiearbeit, um den Kindern und Jugendlichen  einen angenehmen Umgang mit sich selbst in der Gegenwart zu ermöglichen.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen können somit die Chance bekommen, das gegenwärtige Handeln verstehen zu lernen, Erinnerungen aus einer anderen Perspektive neu zu betrachten und zu interpretieren.
Die Rekonstruktion lebensgeschichtlicher Zusammenhänge ermöglicht das Verständnis der eigenen Verhaltens- und Beziehungsmuster.