Landrat Winter besucht die Stiftung Kinder-und Jugendhilfe Hümmling
Landrat Reinhard Winter stattete der Stiftung Kinder- & Jugendhilfe Hümmling in diesen Tagen einen Besuch ab und informierte sich insbesondere über den ambulanten Dienst der Stiftung. Der ambulante Dienst betreut Kinder- und Familien in besonderen Situationen.

Landrat Winter besucht die Stiftung Kinder-und Jugendhilfe Hümmling

Ambulanter Dienst arbeitet erfolgreich

Sögel. Der ambulante Dienst der Stiftung Kinder- & Jugendhilfe Hümmling fand besonderes Interesse anlässlich eines Besuches von Landrat Reinhard Winter in der Stiftung.

In einem Gespräch mit dem Stiftungsvorstand und der Geschäftsführung informierte Winter sich über die Arbeit der Stiftung.
„Die Grundlage unserer Arbeit ist das systemische Denken“, erläuterte Geschäftsführer José Teixeira. Damit habe die Stiftung sich ein Alleinstellungsmerkmal in der Region verschaffen können. Im ambulanten Dienst werden viele Familien im Emsland und in den Nachbarkreisen nach diesem Denken unterstützt. Teixeira sagte: „Die Einrichtung der Stiftung Kinder- und Jugendhilfe Hümmling strebt gemeinsam mit den Kindern, Jugendlichen und den jungen Volljährigen in enger Zusammenarbeit mit ihren Angehörigen eine Verbesserung der Zukunftschancen und Lebensperspektiven an, indem sie wieder Verantwortung für die Gestaltung ihres eigenen Lebens übernehmen.

Es wird nicht nach Ursache und Schuld gefragt, es findet keine moralische Bewertung nach welchen Kriterien auch immer statt und es geht nicht mehr um ein Ausmerzen vermeintlicher Missstände und Defizite. Vielmehr liegt der Focus auf der Funktionalität der Familien-Systeme.“ Regelmäßige Besuche in den hilfebedürftigen Familien und stetiges Arbeiten durch die von der Stiftung eingestellten Sozialpädagogen unter dem Grundsatz des systemischen Denkens tragen zur Problemlösung bei. Stellvertretende Geschäftsführerin Petra Kellersmann, zugleich Leiterin des ambulanten Dienstes, macht es deutlich: „Mit unserer systemischen Arbeitsweise sind wir sehr erfolgreich.

Während bei uns Kindern und deren Familien häufig schon nach ein bis zwei  Jahren zielführend geholfen werden kann, ziehen andere pädagogische Standards eine scheinbar endlose Behandlungszeit hinter sich.“ So berichtete Paul Hilbers als Stiftungsvorstand nicht ohne Stolz, dass die Stiftung als eine der ersten Einrichtungen bundesweit mit dem Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) ausgezeichnet wurde.
Landrat Winter zeigte sich interessiert an der erfolgreichen Arbeit der Stiftung: „Wenn Einrichtungen der Jugendhilfe aus unserem Landkreis auch in den Nachbarkreisen gefragt sind, bedeutet dies schlichtweg, dass hier gute Arbeit geleistet wird.“ Gleichwohl machte er keinen Hehl daraus, dass der Landkreis Emsland maßvoll mit den Ausgaben für die Jugendhilfe umzugehen hat.

Er verwies auf den aktuellen Haushalt des Landkreises Emsland: „Wir müssen aufpassen, dass uns die Ausgaben für soziale Bereiche nicht davongaloppieren. Der Etat der Jugendhilfe ist in den vergangenen Jahren stets gestiegen, trotz rückläufiger Kinderzahlen..“ Die weiter steigenden Belastungen liegen aber insbesondere im Bereich Asyl begründet, wo uns in 2016 Ausgaben in Höhe von 47,5 Mio. Euro erwarten. Die Rekordeinnahmen beim Finanzausgleich und bei der Kreisumlage werden dringend benötigt, um diese weiter steigenden Ausgaben zahlen zu können. 

Abschließend dankte er Paul Hilbers, Manfred Thiel, Edeltraud Steinbild, Ingrid Cloppenburg und Dietmar Jansen für deren ehrenamtlichen Einsatz im Vorstand und sprach der Stiftung insgesamt ein Lob für ihre gute Arbeit aus.
Bildunterschrift: Landrat Reinhard Winter stattete der Stiftung Kinder- & Jugendhilfe Hümmling in diesen Tagen einen Besuch ab und informierte sich insbesondere über den ambulanten Dienst der Stiftung. Der ambulante Dienst betreut Kinder- und Familien in besonderen Situationen.