Leistungsbeschreibung Stationärer Bereich

7. KRISENINTERVENTIONSKONZEPT

Ein Kriseninterventionsprojekt in der Stiftung Kinder- und Jugendhilfe Hümmling soll zur Orientierung dienen, damit beim Eintreten eines Notfall-Ereignisses durch besonnenes und angemessenes Handeln

  • ein Schutz gefährdeter Personen gewährleistet ist
  • Folgeschäden auf ein Minimum reduziert werden
  • spätere Vorwürfe vermeidbar sind.

Es lässt sich nicht vorhersagen, wann, wo und in welchem Umfang Krisen eintreten. Durch die Konfrontation mit einem solch traumatisierenden Geschehen entsteht eine starke Verunsicherung, wenn bewährte Handlungsmuster und Lösungsstrategien fehlen. Dadurch kann es zu unpassenden und unbedachten Reaktionen kommen, die wiederum negative Folgen sowohl für die Betroffenen als auch für die Verantwortlichen haben können.

Ein gezieltes, situationsangepasstes Krisenmanagement auf der Grundlage eines Krisenplans ist besonders auch für unsere Einrichtung notwendig und hilfreich, wenn sie mit schwerwiegenden plötzlichen Ereignissen wie schweren Unfällen oder Todesfällen, Suizid, Suizidankündigungen oder Suizidgefährdungen, schweren Gewaltdelikten u. a. konfrontiert werden, bei denen Kinder und Jugendliche, BetreuerInnen usw. direkt oder indirekt betroffen sind. Es kann dadurch ein rasches, strukturiertes und koordiniertes Vorgehen bei der Krisenbewältigung, bei der Aufarbeitung traumatisierender Ereignisse und bei der Planung längerfristiger Maßnahmen erreicht werden.

Hilfreich für ein Kriseninterventionskonzept sind folgende Aspekte:

  • Koordiniertes Vorgehen von Einrichtung und Jugendamt/Eltern/Personalvertreter, Arzt, externen Fachleuten, wie z.B. Psycholog/e/in
  • Krisenteam (unter kompetenter Leitung), Rollenverteilung, Organisationsplan
  • Information und Gespräche mit den BetreuerInnen, mit den Eltern, mit den Kindern und Jugendlichen
  • Rückmeldungen (Teambesprechungen)
  • Dokumentation
  • Verantwortlich für das unmittelbare Krisenmanagement und die Koordination der Maßnahmen ist primär die Heimleitung – unterstützt durch die Jugendamt/Eltern/Personalvertreter, Arzt, externen Fachleuten, wie z.B. Psycholog/e/in).
  • „Notfallvorsorge bzw. Notfalltraining“
  • mit dem BetreuerInnen der Einrichtung durch Besprechung des Kriseninterventionsplans und der spezifischen Handlungsmöglichkeiten bei schwerwiegenden Krisensituationen (evtl. in Zusammenarbeit mit dem/der Arzt/Ärztin und der externen Psychologin).
  • Festlegung des Krisenteams (Namen, Funktion, Erreichbarkeit).
  • Laufende Aktualisierung wichtiger Inhalte (z. B. Ansprechpartner/innen, Institutionen, Telefonnummern usw.).
  • Jährlicher Hinweis auf den Krisenplan für alle Mitarbeiter/innen; neue Mitarbeiter/innen damit vertraut machen.
  • Wandplakat bzw. Aushänger über das Verhalten bei Notfällen und in akuten Krisen.
  • Teilnahme von Mitarbeiter/innen an einschlägigen Weiterbildungen.

Anbei sind einige Folien exemplarisch für die Strukturierung des Kriseninterventionskonzepts der Stiftung Kinder- und Jugendhilfe Hümmling:

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Die Stiftung Kinder- und Jugendhilfe Hümmling steht in enger Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie Aschendorf.

Werlte, den 06.10.2012

Hier finden Sie die Stiftung Kinder- und Jugendhilfe Hümmling

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